Aufbruch

Der Moment, in dem eine Idee zu einem Entschluss wird kann ein magischer Moment sein, der ungeahnte Fähigkeiten frei setzt. Wir empfinden den Mut und die Überzeugung, diesen Entschluss umsetzen und durch ziehen zu können. Wir haben die Kraft, Versuchungen, die uns daran hindern wollen zu ignorieren oder ihnen zu widerstehen. Wir sind sicher, einfach sicher, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Und manchmal ist nur eine Winzigkeit dafür verantwortlich, dass wir diesen Zeitpunkt erkennen. Ein Gespräch vielleicht mit einem geliebten Menschen. Der Wunsch, sich selbst nichts mehr vor machen zu wollen. Der Anblick einer zarten Blüte. Die Worte eines fremden Menschen. Was auch immer es ist, es ist ein Geschenk, das uns weiter bringen kann auf unserem Weg, den wir gehen wollen, nicht müssen. Das Wollen macht es leichter als das Müssen. Immer. Auch wenn der Weg schwer erscheint oder lang oder unübersichtlich… Wenn wir ihn gehen wollen, finden wir leichter die Motivation dafür, auftretende Schwierigkeiten zu überwinden Je ehrlicher wir dabei mit uns selber sein können desto größer ist unsere Chance, das selbst gewählte Ziel zu erreichen. 

Und je näher wir unserem Ziel kommen, umso sicherer können wir werden, immer wieder einen Weg zu finden, wenn das Leben uns neue Aufgaben stellt.

Licht und Schatten in der Seele

Wer kennt sie nicht, die dunklen Schatten in der Seele, die sich so gut verstecken im Trubel des Alltagslebens? Vor denen du dich selbst versteckst, weil du nicht weißt, wie du mit ihnen umgehen sollst. Die du nicht fühlen möchtest, weil du nie gelernt hast, mit diesen Gefühlen umzugehen.

Und dann musst du auf einmal begreifen, dass diese dunklen Schatten eine unglaubliche Kraft haben. Weil du ihnen nie Raum gegeben hast, geben konntest, sind sie groß geworden in dir. Und brechen nun hervor, fordern ihr Recht auf Wahrnehmung und Beachtung. Sie haben dich geschüttelt, schwindelig werden lassen und zu Tode geängstigt.

Nun möchtest du Freund werden mit ihnen. Und ihre Schönheit erkennen, die sich in ihrer Verwandlung und in einem besonderen Licht zeigen kann. Aber eigentlich weißt du gar nicht, wie du das anstellen sollst, du hast nie gelernt, negative Gefühle wie Traurigkeit oder Hilflosigkeit auch nur ansatzweise zuzulassen, sie waren nicht angemessen, passten nicht ins Bild der Familie, störten die heile und heilige Welt. Die Tatsache, dass du sie als negativ bezeichnest sagt schon aus, wie mit traurigen und hilflosen Gefühlen umgegangen wurde.

Strahlen solltest du, das Glück schätzen, in dieser Familie leben zu dürfen, alles wertschätzen, was dir geboten wurde und nichts hinterfragen. Wenn du doch Probleme hattest, gab es immer eine Lösung. Sofort. Nie durftest du die Hilflosigkeit ausleben und Trost empfangen, schützende Arme spüren, die dir sagten, dass deine eigene Kraft gut ist und dir helfen kann. Für Traurigkeit gab es keinen Grund, wenn du leiden musstest an der Seele, warst du selbst schuld und wenn nicht du, so hat dein Karma dir diese Aufgabe gestellt. 

Gefehlt hat dir die Liebe, die bedingungslose, die deine Traurigkeit akzeptiert und dir trotzdem gegeben wird. Deshalb hast du gelernt, tüchtig zu sein, ein großes Arbeitspensum zu schaffen, gut mit den Menschen umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und auf deine Leistungen stolz zu sein. Dein Leben ist erfüllt, du bist glücklich.

Und dennoch sind da die Schatten im Licht, die dir sagen, dass du eine Aufgabe vor dir hast, die wichtig ist. Die dir das Gleichgewicht wieder bringen kann wenn du sie angehst. Die Frage, die bleibt ist, wie dir gelingen kann, was du nie konntest….

Die Antwort ist: Die Liebe wird helfen. Die, die dir gegeben wird und die, die du gibst.