Laut schreien

Manchmal ist das Herz so voll, dass man nur noch schreien möchte…

Einfach laut schreien.
Ohne Worte.
Nur tief aus der Kehle.
In den Wind.
In den Wald.
In das Rauschen der Wellen.

 

Maruschka_1

 

Sicher hat jeder von uns schon Zeiten erlebt, die einen solchen Wunsch laut werden ließen. Laut im wahrsten Wortsinne. Weil die Gedanken zu laut im Kopf geworden sind. Weil die Gefühle keinen Platz mehr im Körper haben und das Herz zu zerreißen drohen. Weil etwas heraus will, was uns sonst zu sprengen droht.
Wir haben vielleicht eine schwere Entscheidung vor uns. Oder haben einen harten Verlust erlitten. Oder sind so voller Erlebnisse, die sich einfach nicht schnell genug verarbeiten lassen. Vielleicht drücken uns Sorgen, deren Ausmaß wir zwar ahnen, aber nicht wirklich erkennen können. Vielleicht denken wir Gedanken im Kreis. Vielleicht fühlen wir zu viel, weil wir Situationen oder Menschen missverstehen.

Egal, was uns umtreibt. Wenn wir es hinausschreien könnten, wäre es leichter für uns.

Wie gut, wenn wir uns wirklich mal trauen würden, dies auch zu tun. Raus zu gehen in den Wald, außerhalb der Stadt und einfach schreien. Raus ans Meer zu  fahren in der Nacht und einfach schreien. Hinaus brüllen, was schwer auf der Seele liegt, durch atmen mit dem Herzen und die Gefühle mit all ihrer Macht sprechen lassen.

Ohne, dass ein anderer Mensch davon merkt.
Ohne, dass ein anderer Mensch darunter leidet.
Ohne, dass dadurch jemand beeinflusst wird.

Einfach nur für uns selbst. Für unsere eigene Freiheit. Unsere eigene innere Ruhe, unseren eigenen Frieden mit uns selbst.

 

Ein Gedanke zu „Laut schreien

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