Weihnachtsgruß an meine Welt V

Nach einem Jahr ohne einen Gruß an euch möchte ich gerne wieder ein paar Zeilen schreiben.

2022 war für mich sehr dicht gefüllt mit Erlebnissen, Entscheidungen, Konsequenzen, einem Abschied für immer und viel Liebe. In den letzten Wochen hatte ich nach davor sehr sehr arbeitsintensiven Monaten viel Zeit zu reflektieren. Das war wichtig und gut. Einen meiner Gedanken möchte ich mit euch teilen.

Was auch immer um mich herum tobt, wie sehr ich gefordert bin, wie stark meine Kräfte beansprucht werden… Immer wieder innezuhalten und mich den Details am Wegesrand zu zu wenden hat mir geholfen, mich nicht zu verlieren und nicht vom Alltag gefressen zu werden.

Euch allen da draußen in der Welt wünsche ich für heute und die nächsten Tage, dass ihr es so schön als irgend möglich habt. Dass ihr diese Tage so gestalten könnt, wie sie sich für euch gut und stimmig anfühlen. Dass ihr möglichst nicht in engen Zwängen irgendwelcher Erwartungen gefangen seid. Und wenn das alles nicht möglich sein sollte, wünsche ich euch, dass diese Tage schnell vorbei gehen und ihr es danach wieder leichter haben könnt.

Grüße von Herzen <3

Sein

Dieses Bild liebe ich besonders. In ihm ist so viel vereint, worin ich mich wiederfinde. Es zeigt, was Leben sein kann. Und es kann eine Ahnung schaffen, wie groß und weit ein Herz werden kann, wenn wir es nur lassen können.

Ich erlebe die Weite der Landschaft, fühle mich dadurch frei und klar. Die Strohballen führen mich zum Horizont. Wie es dahinter weiter geht, kann ich nicht wissen. Hier ist ganz viel Raum für Fantasie und unendliche Möglichkeiten. Diese Offenheit kann mich ängstigen, aber auch froh machen. Ängstigen, weil mir vielleicht lieber ist, immer zu wissen, wie es weiter geht. Und froh, weil ich Gestaltungsspielraum spüre und es liebe, neue Entdeckungen zu machen und vielleicht eine ungeahnte Erfahrung auf mich wartet.

Und dann ist da der Himmel. Er ist groß, nimmt dreiviertel des Bildes ein. Aber er ist nicht blau und klar. Er ist grau, wilde Wolken bestimmen den Eindruck. In der Ferne scheint er milder und weicher zu werden. Auch heller. Aber im Vordergrund steht der Eindruck von impulsivem Temperament. Von Kraft, die gebändigt werden will, aber auch frei bleiben muss. Von Leidenschaft, die zu leben verlangt und nicht unterdrückt werden darf. Und von Lebendigkeit und Wandel.

All dies und noch viel mehr steckt für mich in diesem Bild. Und beim Anschauen und Empfinden wird mein Herz weit. Und es lässt mich dankbar sein darüber, solche Bilder zu sehen und einzufangen. Sie immer wieder anzuschauen und Worte zu finden, andere an meinem Erleben teilhaben zu lassen.