Gedanken am Wegesrand

Was auch immer geschieht oder was immer du tust, andere Menschen können dir nicht immer folgen. Sie können dich nicht immer verstehen. Sie wissen nicht, was du willst, bist oder kannst.

Weil das so ist, fühlst du dich vielleicht einsam… Oder unverstanden und ausgeschlossen… im schlimmsten Fall ungeliebt und wertlos.

Was aber passiert, wenn du beginnst, die Nase gegen den Wind zu halten? Wenn du dir gestattest, anders zu sein und deine eigene Sicht der Dinge zu teilen, zunächst mit dir selbst, dann mit der Welt? Wenn du immer daran denkst, dass Wertungen von Außen nur Teilwahrheiten sein können?

Du kannst die Kraft ausbauen, gegen den Strom zu schwimmen, deiner Selbst sicher zu sein, dein Anderssein als Stärke zu erleben… Und du kannst Unabhängigkeit entwickeln. Unabhängigkeit von der Meinung „der Leute“… Du kannst frei werden für dich.

Und dabei die Fähigkeit wachsen lassen, andere Menschen wertfrei wahrzunehmen und ihnen mit Respekt, Freundlichkeit und einem klaren aufrechten Inneren zu begegnen.

Und so muss niemand Angst haben, nicht geliebt werden zu können. Weil er selbst die Fähigkeit zu lieben in sich trägt und diese immer weiter wachsen lässt.

Vom Hintergrund…

Wir schauen in die Welt hinein und sehen nur das Offensichtliche. Zunächst. Wenn wir nicht aufmerksam sind, wenn wir Eile haben, wenn wir unkonzentriert sind.

Was aber kann im Hintergrund an Schönem vorhanden sein?

Was übersehen wir, wenn wir nicht auch mal den Fokus nach hinten oder innen richten?

Wie fein und zart sind die Gedanken, Gefühle und Wünsche im Hintergrund… Wie schwer, sie im Alltag zu sehen und ihnen den nötigen Raum zu geben…. Wie wichtig ist dennoch ihre Existenz und auch die unserer Wahrnehmung. 

Was können wir immer wieder tun, um den Hintergrund und das Innere nicht zu vergessen? Wie viel Aufmerksamkeit und Interesse widmen wir unseren teils gut versteckten Seiten, die vielleicht nicht immer schön, oft aber sehr wichtig sind? Wie können wir alles ordnen und in die richtige Relation setzen? Was ist wichtig, was darf warten? Wann?

Was treibt uns in dem einen und was in dem anderen Moment?

So viele Fragen, die Antworten ersehnen…

Aber es gibt nicht für Alles und Alle die eine Antwort. Wir müssen unsere eigenen Antworten suchen, den Focus immer wieder verändern, andere Bilder sehen, die Perspektiven wechseln. So können wir ein buntes Bild malen, das sowohl tiefgründig als auch flach und eindimensional sein kann, je nachdem, aus welchem Winkel wir es betrachten. Und je länger wir an dem Bild malen, umso mehr Farben entstehen und wir erkennen Konturen, die Klarheit verschaffen können. So gibt es Antworten, die dennoch bei jedem Menschen anders ausfallen.