Federleicht

Dieses Gefühl, leicht wie eine Feder durchs Leben zu gehen….

Manche Menschen erwecken den Anschein, als sei es bei ihnen so.

Aber kann es nicht wirklich nur ein Schein sein? Können wir Menschen angesichts all dessen, was uns begegnet, was wir sehen und erleben einfach federleicht dahin leben?

 

Federleicht
Federleicht

 

So leicht wie eine Feder kann das Lebensgefühl wohl in manchen Momenten sein. Wenn wir frisch verliebt sind, wenn uns bei der Arbeit etwas Schwieriges besonders gut gelungen ist, wenn wir im Sport über uns hinaus gewachsen sind, wenn wir riesige Freude empfinden, die alles überstrahlt.

Aber als Dauerzustand gibt es das wohl kaum.

Und das ist auch gut so, denn wir brauchen die Erdung, brauchen Reibung, brauchen Auseinandersetzung um weiter zu kommen, zu wachsen und uns zu entwickeln, egal ob als Kind oder als Erwachsener. Federleicht durchs Leben schweben bringt uns nicht weiter auf dem Weg, den wir gehen wollen, weil die Feder vom Wind gelenkt wird. Wir aber wollen ja selber die Richtung bestimmen in unserem Leben.

Nichts desto Trotz ist es ein schönes Gefühl, federleicht zu tanzen und wir sollten es genießen, wenn es auftaucht, weil auf der anderen Seite auch schwere Zeiten im Leben da sind, wo wir das Gefühl haben, die Erdanziehung sei stärker als normal…

Und dann können wir uns erinnern an die federleichten Momente, an die Freude dieser Momente und der Kopf kommt wieder ein Stückchen höher und das Herz schlägt freudiger.

2 Gedanken zu „Federleicht

  1. Ein schöner Gedanke.

    Dieses federleicht fühlen ist tatsächlich ein spirituelles erlebnis, kann im kleinen wie du beschrieben hast verglichen werden mit dem gefühl des verliebtseins, des erlebnisses nach einem sportlichen erfolg usw.

    Mihaly Csikszentmihalyi nannte das flow, zen-lehrer nennen das satori. Dürkheim beschreibt das sogar nach ershütternden erlebnissen im krieg bei überlebenden.
    Eines ist allen gemeinsam der zustand hält nicht auf dauer, bleibt aber im bewußtsein als schatz erhalten.

    Mein zen lehrer (vor kurzem mit 107 jahren verstorben) sagte dazu, du kannst nicht immer im himmel bleiben, dort gibt es keine toiletten!

    @aksah_corp

    Wenn du weißt wer ich bin denke daran, die wahrheit hat immer mehrere seiten (siehe rashomon von a. kurosawa)

  2. Deine Gedanke zu federleicht berühren mich.

    Du schreibst, man kann nur wachsen durch Reibung und Auseinandersetzung. Und eine Feder wird vom Wind (ver) tragen.

    Ich kann auch wachsen in Harmonie und Frieden. Natürlich muss man daran arbeiten und es auch wirklich bewusst wollen.

    Und müssen wir wirklich immer selbst die Richtung vorgeben? Können wir uns nicht einfach dem Wind hingeben und gucken, was das Leben uns bieten möchte? Müssen wir wirklich alles kontrollieren?

    Ich glaube man soll ruhig mal das Ruder aus der Hand geben, dem Wind folgen, kommen lassen was kommen will, sich fallen lassen.

    Alles Liebe

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