Zeit

Zeit vergeht wie im Flug…

Die Zeit heilt alle Wunden…

Zeitlos glücklich sein…

Wer kennt sie nicht, all die Sprüche und Redensarten rund um die Zeit.

Zeit

Wenn wir etwas sehnsüchtig erwarten, dauert es immer furchtbar lange und wenn wir dann mitten drin sind im Ersehnten, scheint die Zeit sich zu überschlagen.

Wie kommt es, dass unser Empfinden für Zeit so unterschiedlich ist? Wie kann es sein, dass wir das Kostbare als so selbstverständlich hinnehmen? Warum fällt es uns manchmal so schwer, mit der uns gegebenen Zeit gut umzugehen? Ist unser Zeitempfinden abhängig von unserer Gefühlslage?

Fragen stelle ich gerne, weil ich hier keine allumfassenden Weisheiten von mir geben kann. Aber Ideen und Gedankenanstöße. Und vielleicht ein paar Erfahrungen.

Die Zeit beschäftigt mich als Phänomen momentan besonders in Bezug auf die Zukunft. Denn mit der Zeit geht Veränderung ins Land. Mit der Zeit, die verstreicht, werden manche Erinnerungen blasser, rücken andere Ereignisse näher, werden sich Fragen klären. Und wenn wir bewusst in die Zukunft schauen, bewusst steuern, wie wir leben wollen, können wir die Zeit auch bewusster wahrnehmen und erkennen, was wir mit ihr anfangen. Denn sie ist etwas, das sich nicht halten lässt. Aber etwas, das sich erleben lässt. Immer. Egal was passiert.

Vielleicht ist es deshalb wichtig, dass wir immer mal wieder innehalten und zurück oder in uns hinein schauen. Vielleicht ist die Flüchtigkeit des Augenblicks eine Mahnung an uns, genau hinzusehen. Vielleicht ist das Ticken einer Uhr auch die Melodie der Ruhe und nicht nur ein Zeichen verrinnender Sekunden.

Wie wir selbst mit unserer und der Zeit anderer umgehen sagt sicher einiges über uns aus. Aber ob wir noch viel oder nur noch wenig Lebenszeit haben, wissen wir im Voraus nie. Deshalb ist es mir im Lauf meines Lebens immer wichtiger geworden, meine Zeit nicht mit Tätigkeiten zu verbringen, die ich nicht sinnvoll finde oder mag,  nicht zu jammern über das, was ich nicht habe oder kann, nicht einfach nur blind und blauäugig durchs Leben zu stolpern. Sondern das anzunehmen, was das Leben mir an Schönem bietet, auch wenn es noch so klein und unscheinbar scheint, dies zu teilen, mich über alles zu freuen, was Spaß macht, was den Menschen gut tut, die Freude Anderer zu teilen, Dinge, die ich nicht ändern kann hinzunehmen, alles was in meiner Macht steht zu tun, um mein Leben so zu gestalten, wie ich es will.

Denn nur dann kann ich auch sagen, aus meiner Lebenszeit das Beste gemacht zu haben was ich konnte. Und dann kann ich vielleicht eines Tages auch gehen und sagen:

Schön wars!

 

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